Mitte Zurück zur Übersicht Charlottenburg

Kreuzberg – Hügel mit Historie

Kiezgeschichte aus Berlin–Kreuzberg
Viktoriapark Wasserfälle📌
Der Kreuzberg ist mit seinen 66 Metern nicht nur die höchste Erhebung in der Innenstadt Berlins, nach ihm ist auch der Ortsteil und Szenekiez Kreuzberg benannt.

Auf der höchsten Stelle des Hügels ließ König Friedrich Wilhelm III. ein deutsches Nationaldenkmal für die Siege in den Befreiungskriegen errichten. Das Denkmal von Schinkel wurde am 30. März 1821, dem Jahrestag der Erstürmung des Montmartre, eingeweiht.

Da die zunehmende Bebauung der Tempelhofer Vorstadt den ungestörten Blick auf das Denkmal verhinderte, ließ Kaiser Wilhelm I. 1878/1879 das knapp 20 Meter hohe und 200 Tonnen schwere Denkmal hydraulisch auf ein acht Meter hohes Podest hieven.

Ab 1888 wurde zu Füßen des Denkmals der Viktoriapark mit einem 24 Meter hohen künstlichen Wasserfall angelegt, der dem Zackelfall im Riesengebirge nachgebildet ist.

Nationaldenkmal für die Befreiungskriege📌
Viktoriapark📌
Nationaldenkmal für die Befreiungskriege📌

Weinanbau in der Hauptstadt
Seit dem 15. Jahrhundert wurde an den Hängen des Kreuzberges Wein angebaut. Doch durch den strengen Winter von 1740 wurde diese Tradition im gesamten Berliner Raum für mehr als zweihundert Jahre beendet. Seit 1968 wird an die Weinbautradition am Nordhang des Kreuzbergs wieder angeknüpft. Der herbe Wein, genannt „Kreuz-Neroberger“, wird vom Bezirksamt allerdings nur an ausgewählte Gäste verschenkt und ist käuflich nicht zu erwerben.

Namensgebung
Der Name Kreuzberg geht auf das „Eiserne Kreuz“ zurück, einen im Krieg gegen Napoleon gestifteten Verdienstorden, der den Grundriss des Denkmals bildet. Der ebenfalls von Schinkel entworfene Orden war der erste, der unabhängig von der gesellschaftlichen Stellung verliehen wurde, und galt daher auch als Zeichen der bürgerlichen Emanzipation.